Hochsensibel und hochbegabt

Deutschlands begabte Kinder landen in Sonderschulen!

Von (c) Greta Hessel Phil. M.A.

Die Mutter des sechsjährigen Florian war entsetzt. Ihr Kind, das bisher nie besonders im Kindergarten aufgefallen war, sollte nicht eingeschult werden, er wäre zu unruhig, emotional noch nicht stabil, eben noch nicht schulreif. Seine Freunde Michael und Sven wurden eingeschult, bestanden den Test und nach vier Wochen durfte Michael die Schule wieder verlassen und kam mit siebeneinhalb Jahren in die Vorschule. Das Kind war dem Lehrer zu anstrengend.

Hochsensibel und hochbegabt

Schon 1844 gab es ihn, den Zappelphilipp. Der Psychiater Dr. Heinrich Hoffmann aus Frankfurt wusste, von was er schrieb, denn er schrieb die bekannte Geschichte vom Struwwelpeter für seinen Sohn, weil er kein geeignetes Bilderbuch fand.

„Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will? Also sprach in ernstem Ton der Papa zu seinem Sohn und die Mutter blickte stumm auf dem ganzen Tisch herum doch der Philipp hörte nicht was zu ihm der Vater spricht, er gauckelt und schaukelt, er trappelt und zappelt auf dem Stuhle hin und her: „Philipp, da missfällt mir sehr!“

Große therapeutische Ratlosigkeit schon damals. Das hyperaktive Kind ist keine Erscheinung unserer Zeit, jedoch ist die Anzahl dieser Kinder seit 1986 überdimensional angestiegen.

Nach Schätzungen des Berliner Verbandes der Kinder- und Jugendpsychiater gibt es in Deutschland fast 1 Million Kinder mit ADS. ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) HKS (Hyperkinetisches Syndrom), und ADHD (Attention Deficit Hyperactivity Disorder – Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität), so die wissenschaftlichen Bezeichnungen. Mit 95 % Sicherheit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass ADS genetisch bedingt, eine Stoffwechselstörung darstellt und nicht heilbar ist. Jedoch genaue Ursachen sind noch nicht erforscht.

Die Kinder driften häufig weg, sind leicht ablenkbar, das Anfangen fällt ihnen schwer, sie unterliegen Stimmungsschwankungen, sind kritikempfindlich und haben eine geringe Toleranzgrenze. Sie können Zeit schlecht einhalten und brauchen 8-10 mal mehr Zeit als normale Kinder. Sie haben aber einen extremen Gerechtigkeitssinn sind sehr hilfsbereit, übersensibel, sehen sich selbst ständig im Zentrum und sind oft hochintelligent.

Die Folgen sind schlechte Schulleistungen, genervte Eltern, Lehrer und ErzieherInnen, die Aggressivität und auch Gewalttätigkeit der Kinder nimmt zu.

Schlussendlich landen hochbegabte Kinder in den Sonderschulen. Ein Teufelskreis beginnt, der im normalen Praxisalltag nur noch mit Ritalin unterbrochen werden kann, damit die Kinder überhaupt noch am Unterricht teilnehmen können.

Doch das Medikament bringt keine Heilung, sondern kann nur eine Voraussetzung dafür schaffen, dass der ADS Patient sein Verhalten ändern kann, für Stunden.

Ritalin aber ist eine rezeptpflichtige Psychopille, die wie Morphium und dessen Derivate unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. (in der Wirkung mit Kokain vergleichbar)  die Nebenwirkungen sind: Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden, sowie Übererregbarkeit, Müdigkeit, Traurigkeit, Ängstlichkeit, Gewichtsverlust und Kopfschmerzen. Die Absatzzahlen von Ritalin  sind drastisch angestiegen von 1995 bis 1999 um mehr als das Vierzigfache, von 0,7 Millionen Tabletten auf 31 Millionen Tabletten.

In Amerika nehmen bereits 200 000 Kinder zwischen 2-4 Jahren Ritalin.Die Bundesdrogenbeauftragte Caspers-Merk hat jetzt die Bundesärztekammer eingeschaltet, um die Verschreibung der Pillen einzudämmen.

Ritalin beeinflusst den Stoffwechsel des Gehirns. Hyperaktive Kinder leiden nämlich, so die gängige Theorie an einer Stoffwechselstörung im Gehirn. In den Hirnregionen, in denen Aufmerksamkeit und Bewegung gesteuert werden, fehlt der Botenstoff Dopamin.

Folglich ist die Datenverarbeitung im Gehirn gestört. Warum das aber so ist, haben die Forscher noch nicht erschlüsselt. Ebenso wenig wissen sie was bei der Einnahme von Ritalin passiert im Gehirn und warum man die meist hyperaktiven Kinder mit einem aufpuschenden Mittel so weit beruhigen kann, dass sie dem Unterricht folgen und für einige Stunden angemessen funktionieren können.

 ADS ist schwer zu diagnostizieren.

Die aufwendigen Magnetresonazaufzeichnungen des Gehirnstoffwechsels, mit denen amerikanische Forscher das Fehlen von Dopamin nachgewiesen haben, ist in der kinderärztlichen und kinderpsychologischen Realität nicht möglich. ADS ist ein unscharfes Störungsbild.

Zum einen zeigen alle Kinder im Laufe ihrer Schulkarriere über längere oder kürzere Zeitspannen Symptome wie Unaufmerksamkeit, Verträumtheit oder Sprunghaftigkeit und gleichen damit aber auch den störenden Verhaltensweisen von Kindern mit sozialer oder individueller Schädigung.

Zum neubiologischen Erklärungsversuch der Schulmedizin gibt es im übrigen einen komplett konträren Standpunkt, der von ganzheitlich orientierten Therapeuten aus dem Bereich der Komplementärmedizin eingenommen wird. Sie gehen davon aus, dass aufmerksamkeitsgestörte Kinder keinen Mangel haben, sondern eine besondere Begabung, die in der Schule nicht gewürdigt wurde. Die Fähigkeit dieser Kinder, alle Reize gleich stark wahrzunehmen und alles mit allem zu verknüpfen, berge ein ungeheures Potential an Kreativität. Man muss es nur zu nutzen wissen.

Eine der größten Gefahren für unsere Gesundheit geht von unserem viel zu hohen Zuckerkonsum aus. Hoher Zuckerkonsum führt fast unvermeidlich zu unkontrollierten Blutzuckerschwankungen und am Ende zu Insulin-Resistenz, einer weit verbreiteten Stoffwechselstörung.

Chrom ist ein Mikronähstoff, der für unseren Körper essentiell ist. Leider ist die Chromversorgung über die Nahrung unzulänglich. Wenn unser Körper zu wenig Chrom hat, wächst unser Verlangen nach Zucker, aber je mehr Zucker wir essen, desto mehr werden unsere körpereigenen Chromvorräte erschöpft. Das erklärt, warum Kinder Süßes wollen und brauchen und gleichzeitig auch im Defizit sind. Hypoglykämie (Unterzuckerung) führt gleichzeitig auch zur Hyperaktivität.

Es gibt Erkrankungen, die überzufällig häufig das hyperkinetische Syndrom begleiten wie  Neurodermitis, Allergien, Darmmykosen und Amalgambelastungen.

(Obwohl die Kinder selbst noch kein Amalgam in den Zähnen aufweisen, sind sie durch die Mutter schon oft belastet.)

Hilfe und Unterstützung finden Sie in den Seminaren: Hyperaktive Kinder – Workshop für Eltern und Kinder.

Wer sind die NEUEN KINDER?

Die Frage ist: WARUM haben wir so viele hyperaktive Kinder plötzlich?Die Frage ist: WARUM werden die Kinder immer aggressiver und gewalttätiger? Die Frage ist: WARUM sind Schulen und Kindergärten nicht ausgerüstet für energievolle Kinder?

Die Frage ist: WARUM sind wir Kindern gegenüber so gleichgültig?

Die Frage ist: WARUM suchen immer mehr Menschen, ihr Heil in der Esoterik?

Die Frage ist: WARUM ist unsere Realität nicht mehr lebenswert?

Bei all diesen Fragen versuche ich die Hintergründe aufzudecken, um nach Antworten zu suchen. Wir leben in einer narzisstischen Gesellschaft, die krankhafte Spuren hinterlässt. Wir brauchen Aufklärung, neue Philosophien, neue Akademien, die das Leben lebenswert machen. Unsere Kinder sind intelligenter geworden, sind medialer geworden.

Aber ihre Energien werden nicht kanalisiert, deshalb schlagen sie um in Aggressivität und Gewalt. Nicht die Kinder sind krank, sondern die Gesellschaft ist krank. Kinder sind Störenfriede und werden abgeschoben in Kindergärten, die nur noch Aufbewahrungsanstalten sind.

In Schulen, die veralterte Methoden haben und vor dem Fernseher, bei dem sie ungestört Gewalt und Verbrechen in Komikform studieren können, weil es keine Omi mehr gibt, die ihnen vorliest.

Die Gesellschaft kann mit Kindern nicht umgehen, weil Kinder lästig sind, weil sie (noch) keinen Profit bringen. Eine Zukunft, in der nur noch Leistung zählt und die Umwelt bedroht ist, erzeugt Resignation und Ohnmächtigkeit.

Aber es gibt auch die andere Seite: Viele Menschen, die sich um Umweltkonzepte bemühen und auch verwirklichen. Leider werden viele gute Ideen in die untersten Schubladen versteckt, weil sie zuwenig Profit geben.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *